Frank Vogel

(c) Privatfoto, Frank Vogel

Dass ich im 31. Lebensjahr ein Landesposaunenwart wurde, hat mich selbst überrascht, war ich doch als eingefleischter Orchestermusiker in deutschen Spitzenorchestern weit herumgekommen: Meine Tätigkeit im Gürzenich, im Orchester der Beethovenhalle Bonn, beim NDR und bei den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache waren die Highlights. Dass ich dann doch Landesposaunenwart wurde, zunächst ein halber (mit 50%iger Orchestertätigkeit) und dann ein ganzer, war das natürliche Resultat der Erkenntnis, dass die 50%ige Erziehungsurlaubsvertretung, die ich angetreten hatte, mir 100 % abforderte und dabei noch 200 % Freude machte. Deshalb entschied ich mich 1997, ein ganzer Landesposaunenwart zu werden. Und seitdem betreue ich die Posaunenchöre von Starkenburg und Frankfurt (Rhein-Main). Im ältesten hessischen Posaunenchor, dem von Klein-Linden, großgeworden, nahm mich mein erster Lehrer, der Soloposaunist am Gießener Stadttheater war, als ständige Aushilfe mit ins Orchester. Nach dem Abitur studierte ich Orchestermusik und Instrumentalpädagogik (Hauptfach Posaune) zunächst bei Harry Ries (Soloposaunist im WDR-Sinfonieorchester) und dann bei Prof. Michel Becquet an der Kölner Musikhochschule.

Zu Studienzeiten begann ich, Erfahrungen in der Ensembletätigkeit zu sammeln. Ich war Leiter des "Rheinischen Blechbläserensembles" und Mitglied der "Kölner Dombläser". Und in der Nachstudienzeit gastierte ich mit dem Blechbläserensemble der Münchner Philharmoniker, das unter dem Namen "Blechschaden" firmierte. Seit 1997 leite ich "Blech pur", ein bläserisches Auswahlensemble der EKHN.